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Joshua

 

Menschen

 

Tusche

Zeichnung

koloriert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

               

 

Was sonst

 

Sieben Milliarden

Menschen trägt ab nun

die Erde,

sieben Milliarden mal

blinde Geburt

und staunendes Tasten

ins Unbekannte,

atemlose Mühe

und spielerische Lust,

Geschäftigkeit, Überdruß,

Gier und Fleiß

Selbstlosigkeit und Opfermut,

Kampf ums Überleben,

Sehnsucht nach anderen,

mürrische Abwendung,

alterndes Schwinden und

Tod – ständig

Anders, eingefügt

 

in die großen

Gegensätze

Revolution und Stagnation.

Von Tag zu Tag

enger wird

die Welt; über

die fruchtbaren Ebenen

wuchern Städte,

Wälder siechen, 

und Wüsten breiten sich aus,

hungernde Völker

wandern fort

aus der Dürrezone,

überwundene Viren

verwandeln sich tödlich,

Erdölquellen und Kohlelager

beginnen zu versiegen,

und über allem schwebt drohend

die nukleare

Nacht. Lösen

wir Menschen

die natürlichen Fragen

nicht,

 

wird die Natur

sie beantworten, indem

sie uns Menschen

vernichtet: auch

durch uns selbst.

Aber

vorgezeichnet ist

der Weg und entworfen

die Vision, die

wohl einschließt

die Teilung,

doch nicht

den Untergang,

die Unbehaustheit, den Hunger,

die Krankheit,

die frierende Armut nicht

von sieben Milliarden 

Menschen. Was

bleibt uns denn,

als die Fragen zu lösen,

den Weg zu gehen und

wahr zu machen die Vision,

was sonst.

 

Gedicht von Uwe Berger

aus dem Band:

Last und Leichtigkeit

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